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Elementary dynamics of particles and solids. (English) JFM 21.0845.02
London, Macmillan and Co. VIII + 397 S (1890).

Das erste dieser Lehrbücher (siehe JFM 21.0845.01) bildet ein recht vollständiges Werk über die Kinetik eines Massenpunktes, soweit dieselbe ohne den Gebrauch der Infinitesimalrechnung behandelt werden kann. Newton’s Bewegungsgesetze werden zur Basis der dynamischen Teile des Buches genommen, und wenn man auch nichts besonders Neues oder Hervorstechendes in ihrer Vorführung bemerkt, so ist die Behandlung im allgemeinen klar und die erläuternden Beispiele sind gut gewählt und sorgfältig durchgearbeitet, in welcher Hinsicht das dritte Capitel vornehmlich lehrreich ist. Ein recht vollständiges Capitel ist den Einheiten und den Dimensionen gewidmet. Die Eigenschaften des Hodographen werden sehr wirksam verwertet in den Capiteln über Normalbeschleunigungen und über die Bewegung eines Massenpunktes in einem Kegelschnitte bei einer nach dem Brennpunkte gerichteten Beschleunigung, wogegen die Erörterung der Cykloiden- und der Pendel-Bewegung in ähnlicher Art durch Benutzung der einfachen harmonischen Bewegung ermöglicht wird. Für einen in der Mathematik gut vorbereiteten Schüler, nämlich in dem Cursus, welcher der Erlernung der Infinitesimalrechnung vorangeht, versieht dieses Buch mit seinen lichtvollen Erläuterungen und seinem reichen Vorrate an gelösten und ungelösten Aufgaben die Stelle einer bewundernswerten Einleitung in das Studium der Kinetik.

Das zweite Lehrbuch wendet sich an Leser von bescheideneren mathematischen Fertigkeiten, umfasst aber sowohl die Statik als auch die Kinetik und widmet den III. Teil seines Inhalts der Bewegung starrer Körper. Da der Umfang der vorausgesetzten mathematischen Kenntnisse so gering ist, so sind die Ausdehnung und die Behandlungsart der in dem Bande enthaltenen Gegenstände überraschend, und falls der Leser die vorausgesetzten mathematischen Vorkenntnisse wirklich gründlich beherrscht (die nur in besonderen Fällen Trigonometrie erfordern), wird er im Stande sein, dem sehr geistreichen Verfahren, das fast in jedem Capitel des Buchs und vornehmlich in dem über Trägheitsmomente eingeschlagen wird, mit Verständnis zu folgen. In den meisten Fällen sind die mathematischen Vorgänge ebenso einfach wie geistvoll, und obgleich sie an manchen Stellen eine bessere Kenntnis der Grenzmethode verlangen, als der Leser nach Annahme besitzen kann, um mathematische Gewissheit zu erzeugen, so geben sie doch den Kern der Sache in einem Stile von meisterhafter Einfachheit. In diesem sowie in wenigstens noch einem neueren englischen Lehrbuche hat keine Trennung zwischen der Statik und der Kinetik stattgefunden, indem die erstere lediglich als ein besonderer Fall der letzteren angesehen wird. Was jedoch dem Ref. als die beachtungswerteste Abweichung von dem allgemeinen Gebrauche erscheint, ist die Art der Einführung des Massenbegriffs und seines Masses nebst der wirksamen Vorstellung von dem Momente als einer physikalischen Grösse. Das Kriterium der Gleichheit der Massen lautet wie folgt: “Zwei Massen sind gleich, wenn sie, falls man sie in entgegengesetzten Richtungen bei gleichen Geschwindigkeiten zum Stosse gegen einander bringt, beim Zusammenhaften zur Ruhe kommen, indem angenommen wird, dass keine Rotationen entstehen.” Dies wird vom Verf. als die einfachste und fundamentalste Vorstellung von gleichen Massen betrachtet, und es werden Versuchsanweisungen angegeben, welche zur Bestätigung einer gewissen in dieser Definition liegenden Annahme dienen und zeigen sollen, wie gleiche Massen abzumessen sind. Die Versuche führen natürlich die Vorstellung des Moments ein, und während wir nicht zur Entscheidung über die Frage nach der besten Art zur Einführung von Anfängern in das Studium der Dynamik vorbereitet sind, so behaupten wir, dass diese Weise demjenigen, was zuerst blosses Wortgeklingel zu sein pflegt, sicherlich ein Leben und eine Anschaulichkeit giebt, welche dem Lernenden von grossem Nutzen sein muss. Das Buch ist überreich an neuen Wegen zur Erhärtung alter Wahrheiten und voll praktischer Anwendungen.