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Partially ordered sets. (English) JFM 63.0833.04

Verf. studiert die Mengen, zwischen deren Elementen eine binäre Relation besteht, welche die beiden Axiome erfüllt: 1) Aus ab und bc folgt ac. 2) Für alle a gilt aa. Es kann vorkommen, daß weder ab noch ba gilt, d. h. man hat eine teilweise lineare Anordnung. In gewöhnlicher Weise definiert Verf. die Relation = und die Summen- und Produktbildung. Außerdem heißt a ' Produktkomplement zu a, wenn aa ' =0 ist und aus ax=0 immer xa ' folgt; dabei ist 0x für alle x. Auf der Vertauschung von und beruht der Dualismus der Theorie.

Verf. klassifiziert die teilweise geordneten Mengen nach der Art, wie sie in bezug auf die Operationen abgeschlossen sein können; dabei werden sechs Postulate mit den dual entsprechenden betrachtet. Mittels einer Reihe von Beispielen werden einige Unabhängigkeiten dieser Postulate bewiesen. Weiter werden Homomorphismen, Isomorphismen usw. betrachtet, nämlich Abbildungen, die treu sind in bezug auf die Relation und eventuell noch gewisse Operationen. Danach studiert er die multiplikativen Systeme, nämlich solche, worin das Produkt ab stets existiert; vollständig multiplikativ heißt das System, wenn die Produkte beliebig (auch unendlich) vieler Elemente darin existieren. Ist das System (vollständig) multiplikativ sowohl in bezug auf wie auf , so heißt es (complete) “lattice” (Verband nach Fritz Klein). Er untersucht die Bedingung dafür, daß die Multiplikation distributiv ist. Weiter beweist er Sätze über Komplemente, indem drei weitere Postulate hinzugefügt werden. Bedingungen dafür, daß die Menge eine Boolesche Algebra darstellt, werden angegeben.

In dem letzten Teil der Arbeit werden Erweiterungen der Mengen studiert. Gewisse eindeutig bestimmte minimale Erweiterungen heißen kanonisch. Unter Anwendung der Dedekindschen Schnitte zeigt er, daß eine kanonische Erweiterung der Menge K zu einem vollständigen Verband L stets möglich ist. Ist K eine Boolesche Algebra, so ist L eine vollständige Boolesche Algebra. Zum Schluß untersucht Verf. die Erweiterung der distributiven Verbände zu Booleschen Algebren. Er beweist z. B., daß jede teilweise geordnete Menge zu einer vollständigen Booleschen Algebra derart erweitert werden kann, daß 0 und 1 (Allelement), endliche Produkte und unbeschränkte Summen erhalten bleiben. (III 5 B.)