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Zur Strahlungstheorie. (German) JFM 39.0973.05

In dem Vortrage auf dem internationalen Mathematikerkongresse zu Rom “Le partage de l’énergie entre le matière pondérable et l’éther” hatte H. A. Lorenz eine neue Herleitung für die Formel gegeben, die Jeans für die Kirchhoffsche Strahlungsfunktion aufgestellt hat. Diese Formel ist von der Form \(F(\lambda, T)=\)Const. \(T\cdot\lambda^{-4}\), sie steht aber im Widerspruch mit dem Stefan-Boltzmannschen Gesetz, dem Wienschen Verschiebungsgesetz und der Planckschen Strahlungsgleichung und führt, wie Lummer und Pringsheim zeigen, zu “ganz unmöglichen, nicht nur mit den Resultaten aller Strahlenbeobachtungen, sondern auch mit der alltäglichen Erfahrung in krassem Widerspruch stehenden Konsequenzen”. Lorentz gibt dies in seinem Artikel ohne Umschweife zu; er hat auch auf eine briefliche Mitteilung von M. Wien den Fehler in dem Abdruck seines Vortrags, über den in diesem Bande S. 878 berichtet ist, verbessert. Außerdem legt er dar, wie er durch seine Anschauungen über die Theorie der Elektronen verleitet worden ist, in Fehlschlüsse zu verfallen.

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