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La deviazione dei gravi in caduta. (Italian) JFM 44.0829.02
Dieser Aufsatz gibt eine ausführlichere Darstellung der Arbeiten des Verf. als der vorstehend angezeigte. Am Schlusse werden folgende Sätze als Ergebnisse der Untersuchung ausgesprochen:
“Das Problem der Ablenkung schwerer Körper beim Fall kann nicht mit Sicherheit als gelöst bezeichnet werden. Die vorliegende Untersuchung liefert nur einen experimentellen Beitrag. Die Versuche haben hierbei eine Genauigkeit erreicht, die bisher noch nicht erzielt war. Die Übereinstimmung der Versuchsergebnisse mit den theoretischen ist nicht ganz vorhanden. Die Formeln von Gauß, Laplace und Poisson für die östliche Abweichung bleiben auch nach den jüngsten theoretischen Forschungen in guter Geltung bestehen, scheinen aber durch den Versuch nicht genügend bestätigt. Für die südliche Ablenkung sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Theorien beträchtlich. Was das Experiment anlangt, so ist die Theorie, der man sich am meisten nähert, noch immer die klassische. Hier ist zu bemerken, daß in den klassischen Formeln sowie in allen, die sich auf Koordinatenachsen mit dem Ausgangspunkt des fallenden Körpers als Ursprung beziehen, falls die Vertikale des Punktes als \(z\)- Achse gewählt wird, die Formeln nicht die Ablenkungen geben, welche bei dem Versuche gemessen werden. Dieser betrachtet als Ursprung den Fußpunkt der Vertikale, gefällt vom Aufhängepunkt des Körpers, und diese Vertikale wird senkrecht zur Erdoberfläche, nicht mehr im Aufhängepunkt, sondern in einem tieferen Punkte, und bildet einen kleinen Winkel mit der \(z\)-Achse. Was endlich die Beziehung betrifft, die das Problem zur Erddrehung hat, so ist zu beachten, daß die Versuche nicht bloß die von der Drehung verursachte Ablenkung ergeben, sondern die ganze Ablenkung vom Fußpunkte der Vertikale, welche Ablenkung sowohl von dem Schwerefelde, als auch von der Erddrehung herrührt; wenn eben die Erde feststände, würde der Körper nicht in den vom Bleilot angegebenen Fußpunkt der Vertikale fallen. Die Gleichungen von Gauß tragen der Wirkung der Drehung nicht Rechnung.”
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