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Oeuvres complètes de Christiaan Huygens publiées par la Société Hollandaise des Sciences. Tome septième. Correspondance 1670-1675. (French) JFM 28.0008.01

La Haye: Martinus Nijhoff. 624 S. \(4^\circ\) (1888,1910).
Die schöne Ausgabe der gesammelten Werke des grossen Niederländers schreitet stetig nach dem aufgestellten Plane vor, und die gegenwärtig im Erscheinen begriffene Correspondenz veranschaulicht in ihrer Mannigfaltigkeit, Wichtigkeit und Bedeutsamkeit der Briefsender und Empfänger das hohe Ansehen, dessen sich Huygens bei seinen Zeitgenossen erfreute. Die Einrichtung der Bände, welche den Briefwechsel bringen, ist unverändert nach dem vereinbarten vortrefflichen Schema beibehalten. Wenn der fünfte Band (1893) nur zwei Jahre umfasste (1664-1665), der sechste (1895) dagegen schon vier Jahre (1666-1669), so erstreckt sich der gegenwärtige über die sechs Jahre 1670 bis 1675. Die aufgenommenen Briefe sind fortlaufend beziffert: Band 5 umfasste die Nummern 1198 bis 1510, Band 6 geht von 1511 bis 1791 und Band 7 von 1792 bis 2082. Hinter den Briefen folgen Nachträge zu den früheren Bänden. So bringt Bd. 5 die Nummern \(1257^{\text a}\), \(1300^{\text a}\) und \(1308^{\text a}\); Bd. 6 ferner 20 Briefe und Band 7 zwei. Von den zur Uebersicht beigegebenen Tafeln enthält die erste das fortlaufende Verzeichnis aller Briefe mit Angabe des Datums, des Briefschreibers und des Empfängers. Die zweite Tafel giebt eine alphabetisches Liste der Correspondenz, die dritte ein alphabetisches Verzeichnis aller in den Briefen erwähnten Personen, die vierte ein Register der in den Briefen angeführten Werke, die fünfte ein Sachregister der in den Briefen besprochenen Gegenstände, unter Hervorhebung der wichtigeren Stellen. Zuletzt folgen Zusätze und Verbesserungen. Aus der grossen Fülle der interessanten Dinge kann hier natürlich nichts genauer erörtert werden. Der siebente Band ist dadurch ausgezeichnet, dass im Centrum der Zeit, über welche sich der in ihm stehende Briefwechsel erstreckt, die Veröffentlichung des Horologium oscillatorium steht; auf dieses klassische Werk von unvergänglichem Werte beziehen sich daher viele Briefe. Bald nachher treten auch die Neider auf, welche Huygens den Ruhm seiner Erfindungen bestreiten. So ist unter Nr. 2024 (S. 439-453) als Appendix zu Nr. 2034 die Schrift von J. de Hauteville abgedruckt: ,, Factum touchant les pendules de poche” etc. (1675). — Da Huygens in dieser Zeit auf der Höhe seines Ruhmes stand, so ist es auch natürlich, dass durch den Secretär der Royal Society Oldenburg sich Beziehungen zu Isaac Newton herstellen, und die Fragen der Farbenlehre, der vis centrifuga und der Schwere zur Erörterung gelangen. Als künstlerische Beigaben des siebenten Bandes sind zu erwähnen ein schönes Bildnis von Christiaan Huygens (Edelinck eques Sculp.) und eine Abbildung des Schlosses von Zuylichem nach einer Zeichnung von A. Rademaker. Ferner führen wir an die Nachbildungen von S. 38 der ,,Excerpta ex Adversariis” von Christiaan Huygens, wo auf einer und derselben Seite die Figuren stehen, welche das tautochrone konische Pendel und das Cykloidenpendel zeigen, ferner die Nachbildung der ersten Seite des Briefes Nr. 1955 von Oldenburg an Huygens, der ersten Seite des Briefes Nr. 1956 von Newton an Oldenburg und der letzten Seite des Briefes (1956 u. 1957) von Newton an Oldenburg.

Biographic References:

Huygens, Christiaan