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Translations from the philosophical writings. Edited by Peter Geach and Max Black. (English) Zbl 0048.00102

Oxford: Basil Blackwell. x, 244 p. (1952).
,,Nobody since Aristotle has contributed more than Frege to the technique and philosophy of logic”. Mit dieser im nichtdeutschen Raum jetzt wohl allgemein anerkannten Begründung haben die Herren Peter Geach und Max Black von der Cornell University, USA, die wichtigsten in Betracht kommenden, zum größten Teil fast unzugänglich gewordenen Dokumente ins Englische übersetzt:
(1) c.1 der ,,Begriffsschrift” von 1879;
(2) ,,Funktion und Begriff” (1891);
(3) ,,Über Begriff und Gegenstand” (1892);
(4) ,,Über Sinn und Bedeutung” (1892);
(5) Auszüge aus der Anzeige von Husserls ,,Philosophie der Arithmetik” (1894);
(6) ,,Kritische Beleuchtung einiger Punkte in E. Schröders Vorlesungen über die Algebra der Logik” (1895);
(7) ,,Was ist eine Funktion ?” (1904);
(8) ,,Die Verneinung” (1919); endlich die folgenden Stücke aus den ,,Grundgesetzen der Arithmethik” (I 1893, II 1903):
(9) Abschnitte aus der Vorrede zu Bd. I und der Einführung in das Ganze [Abdruck einer Übersetzung von P. E. B. Jourdain und J. Stachelroth (1915–1917)];
(10) Die Hauptpunkte der Fregeschen Anforderungen an eine korrekte Definition (Bd. II, §§56-67, §§139–144, 146f.);
(11) Die profunde Kritik der (im vor-Hilbertschen Sinne) formalistisch interpretierten Mathematik (Bd. II, §§86–137);
(12) Die Diskussion des für Frege so verhängnisvollen Russellschen Paradoxons, im Anhang zu Bd. II.
Die Hauptarbeit hat Geach geleistet. Er hat alle Stücke übertragen bis auf (4) und (11), die von Black übertragen worden sind.
Die Auswahl ist mit großer Umsicht und Sachkenntnis getroffen [(5) und (8) stehen nicht einmal in der Bibliographie von A. Church]. Es scheint mir, daß dies auch für die Übertragungen gesagt werden kann. Die Genauigkeit, mit der insbesondere Herr Geach gearbeitet hat, ergibt sich beiläufig auch aus den von ihm bemerkten Druckfehlern, von denen die beiden im Nachwort entdeckten sogar als nicht-unwesentlich zu bezeichnen sind. Besonders herzorzuheben ist auch noch die Bemerkung, daß das Nachwort auf Grund des gegenwärtigen Erkenntnisstandes nicht mehr aufgefaßt werden darf als eine runde Kapitulation. Es wird angedeutet, daß der in ihm enthaltene wohlbekannte Rettungsversuch auf der Linie liegt, auf der auch W. V. Quines,,Mathematical logic.” [Rev. ed. Cambridge: Harvard University Press (1951; Zbl 0044.24704)] anzutreffen ist. Es scheint mir dringend erwünscht zu sein, daß Herr Quine hierzu Stellung nimmt. Er wird dies genauer entscheiden können als irgend jemand, der von ihm verschieden ist; denn die Frage ist nicht trivial. Es sei noch bemerkt, daß die wichtigsten Fregeschen Stichworte in einem vorangestellten Glossary den Korrelaten der Übersetzung gegenübergestellt sind.
Reviewer: Heinrich Scholz

MSC:

00B60 Collections of reprinted articles
00A30 Philosophy of mathematics
00-02 Research exposition (monographs, survey articles) pertaining to mathematics in general

Citations:

Zbl 0044.24704