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Zum Gedächtniss an Julius Plücker. (German) JFM 03.0010.01
Gött. Abh. XVI (1872).
Der Verfasser hat sich eine Schilderung der mathematischen Thätigkeit Plücker’s zur Aufgabe gestellt. Es ist bekannt, wie sich dieselbe auf zwei Perioden vertheilt, von denen die eine fast noch der heutigen Zeit angehört, während die andere in jene Epoche zurückgeht, in welcher die neuere Geometrie zuerst ihren mächtigen Aufschwung nahm. Die auf die letztere Periode bezüglichen Arbeiten Plücker’s werden im Vergleiche mit den gleichzeitigen Arbeiten von Poncelet, Moebius, Steiner dargestellt: Die erweitere Auffassung der Coordinaten, des Raumelementes, die Sätze über Schnittpunktsystemen die Formeln für die Singularitäten algebraischer Curven, die Methode des Constantenzählens etc. werden nach ihrer historischen Entwickelung besprochen. Hinsichtlich der neueren Arbeiten Plücker’s glaubte der Verfasser besonders zurückverfolgen zu sollen, welche Erscheinungen der mathematischen Literatur allmälig zu dem hingedrängt haben, was wir nach Plücker’s letztem grossen Werke als selbständige Disciplin auffassen und als Liniengeometrie bezeichnen. — Am Schlusse ist eine kurze Note von Herrn Hittorf über Plücker’s physikalische Thätigkeit und ein Verzeichniss von Plücker’s Schriften zugefügt.