×

Quelques fragments d’Apollonius de Perge. (French) JFM 13.0004.01

Diese Note hat die Bestimmung, Alles zu sammeln, was bei alten Autoren gelegentlich von Apollonius und seinen wissenschftlichen Leistungen ausgesagt wird. Sehr häuftig finden wir solche Erwähnungen bei Proklos, und dieselben sind teilweise von grossen geschichtlichen Werte. So geht z. B. daraus hervor, dass in des Apollonius Buch von der Schraubenlinie gewiss die bekannte Eigenschaft dieser Curve nachgewiesen war, allenthalben das gleiche Krümmungsmass zu besitzen. Aus anderen Angaben des nämlichen Commentators ersehen wir, dass der grosse Geometer vergebliche Versuche gemacht hat, die euklidischen Axiome zum Teil zu beweisen, dass er eine besondere Construction senkrechter Geraden lehrte, dass er überhaupt die Elemente der Geometrie methodisch zu verbessern bestrebt war. Besonders bemerkenswert aber ist eine Notiz des Proklos, aus der hervorgeht, dass der Pergäer die geometrischen Gebilde nicht allein abstract definirt, sondern auch durch practische Beispiele erläutert wissen wollte; Linie sei z. B. die Grenze zwischen Licht und Schatten. Darauf hin spürt Herr Tannery ähnlich gefassten Definitionen nach, wie sie bei Heron, namentlich betreffs der körperlichen Winkel, mehrfach vorkommen, und vindicirt diese dem Apollonius. Dies soll natürlich nur hypotetisch geschehen, und anders wird es auch Niemand auffassen können; indessen ist durch diese neue Arbeit des französischen Forschers doch sicher soviel festgestellt, dass Apollonius sich auch lebhaft für Methodik und Didaktik der Geometrie interessirt haben muss.

PDFBibTeX XMLCite
Full Text: EuDML