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Manuel Moschopulos et Nicolas Rhabdas. (French) JFM 16.0010.02

Die Pariser Nationalbibliothek enthält den Tractat des Byzantiners Moschopulos in einem besseren Zustande, als es der vom Referenten bei seiner Ausgabe benutzte Münchener Codex ist. Das darin enthaltene Zauberquadrat von \(10^2\) Zellen ist, wie gezeigt wird, unrichtig. Nachdem der Verfasser dann noch eine irrige Ansicht über die Lebenszeit des Moschopulos berichtigt hat, bespricht er das in demselben Sammelband befindliche Manuscript der indischen Rechenkunst des Maximus Planudes, welchem ein gewisser Rhabdas Anmerkungen beigefügt hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Planudes, obwohl der Zeit nach zwischen Moschopulos und Rhabdas stehend, doch die Commentirung des letztgenannten noch erlebte. Möglich ist es auch, dass Rhabdas, zugleich Verfasser eines ganz elementaren Leitfadens der Arithmetik, die gewöhnlich dem Planudes zugeschriebenen Scholien zum Diophant ausarbeitete. Eine wichtige Wahrnehmung des Verfasser ist, dass eine sehr schnell convergirende Näherungsmethode zur Auswertung quadratischer Irrationalitäten, welche der Unterzeichnete in seiner Schrift über diesen Gegenstand (Leipzig 1882) als ein Erzeugnis weit späterer Zeiten ansprechen zu sollen glaubte, bereits bei Rhabdas vorkommt.

MSC:

01A35 History of mathematics in Late Antiquity and medieval Europe

Biographic References:

Moschopulos, Manuel; Rhabdas, Nicolas
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Full Text: EuDML