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On exact analysis as the basis of language. (English) JFM 24.0061.04
Bull. New York Math. Soc. 1, 189-193 (1892); Texas Acad. Sci. Trans. 1892, 5-10 (1892).
Die Mathematik besitzt in dem dekadischen Zahlensystem eine exacte Zeichensprache von internationaler Verständlichkeit. Die Grundlage für eine gleich vollkommene Wortsprache ist durch das lateinische Alphabet gegeben, sobald über die Aussprache der einzelnen Zeichen Einheitlichkeit erzielt ist. Der Verf. entwickelt nun Proben einer analytisch begründeten Kunstsprache an den beiden für diesen Versuch besonders bequemen Gruppen der Zahl- und der Verwandtschaftsbegriffe. Die willkürlichen Festsetzungen erscheinen auf das geringste Mass reducirt, und durch consequente Verwendung der einzelnen Buchstaben zur Bezeichnung logischer Beziehungen entstehen ganz von selbst einfache Worte, welche alle diese Beziehungen zum genauen Ausdruck bringen. Wir bemerken hierzu, dass allem Anschein nach die Algebra der Logik berufen ist, das Material zu liefern, mit welchem die Methode des Verfassers auf weitere Gruppen von Begriffen ausgedehnt und so dem Ideal einer wissenschaftlich begründeten Kunstsprache, wie sie zuerst Wilkins versucht und Leibniz geplant hatte, näher gebracht werden könnte. Die vom Verf. mehrfach angestellten Vergleiche mit dem Volapük charakterisiren dasselbe als einen in Folge seines synthetischen Charakters völlig unzulänglichen dilettantischen Versuch.
MSC:
00A30 Philosophy of mathematics
03A05 Philosophical and critical aspects of logic and foundations
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