×

zbMATH — the first resource for mathematics

Moleculartheorie der piezoelektrischen und pyroelektrischen Erscheinungen. (German) JFM 24.0937.05
Gött. Abh. XXXVIII. 53 S. (1892).
Der Verfasser geht von folgenden Annahmen aus: “Die Mittelpunkte der Krystallmolekeln bilden Raumgitter, welche den Symmetriecharakter der verschiedenen Krystallsysteme besitzen.” – “Jede Molekel ist umgeben von einem System elektrischer Pole; seine Anordnung besitzt die Symmetrieverhältnisse der speciellen Gruppe, welcher der betreffende Krystall angehört. Das System ist mit der Molekel so verbunden, dass seine Symmetrieebenen und Axen mit den entsprechenden Symmetrieelementen der Raumgitter zusammenfallen.” Auf Grund dieser Annahme werden nun die Werte der durch Translation und Rotation der Molekeln erzeugten elektromotorischen Kräfte allgemein aufgestellt. Für einzelne Polsysteme werden dann Potential und Kräfte mit Hülfe von Kugelfunctionen näher entwickelt. Die Momente ergeben sich überall als lineare Functionen der Deformationsgrössen, was bekanntlich die vorhandenen Beobachtungen befriedigend erklärt. Den Schluss bildet eine Zusammenstellung der Ausdrücke für die piëzoelektrischen Momente in allen einzelnen Systemen unter Berücksichtigung sämtlicher Symmetrieverhältnisse. Der Text ist durch mehrere Tafeln anschaulich erläutert.
Reviewer: Brix, Dr. (Berlin)

Full Text: EuDML