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Une page de la vie de Weierstrass (extrait d’une communication plus étendue). (French) JFM 32.0015.01
2. Congrès intern. des Math. (Paris 1900), 131-153 (1902).
Nachdem Verf. geschildert, wie Sophie Kowalevski zum ersten Male mit Weierstraß zusammenkam, dem sie durch Koenigsberger empfohlen worden war, gibt er einen Auszug des Briefwechsels zwischen Weierstraß und seiner berühmten Schülerin, der auf dem Pariser Kongresse das lebhafte Interesse aller Mathematiker erregt hat. – Die Briefe von Weierstraß sind hauptsächlich interessant durch seine wissenschaftlichen Mitteilungen aus dem Gebiete der partiellen Differentialgleichungen und der Funktionentheorie, sowie durch seine Urteile über deutsche und französische Mathematiker, insbesondere über Kummer, Kronecker und Poincaré. Ein Brief “Sonjas” an den Verf. vom 8. Jan. 1881 zeigt deutlich, wie tief sie das Wesen ihres Meisters, das Aufbauen einer Theorie von einem einheitlichen Gesichtspunkte aus – es handelt sich speziell um seine berühmte Theorie der Abelschen Funktionen – erkannt hatte. Zum Schluß möge noch folgende charakteristische Stelle aus einem Briefe von Weierstraß (Febr. 1889) angeführt werden: “Daß wir. . . uns herzlich über Deinen Erfolg (prix Bordin) gefreut haben, brauche ich nicht zu versichern. Ich ganz besonders empfinde darüber eine wahre Genugtuung; haben doch jetzt kompetente Richter das Verdikt abgegeben, daß es mit meiner ‘treuen Schülerin’, meiner ‘Schwäche’ doch nicht ‘eitel Humbug’ ist.”

Biographic References:
Weierstraß, Karl; Kowalevski, Sophie