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Exposé (synthétique des principes fondamentaux de la nomographie. (French) JFM 34.0111.03
J. de l’Éc. Pol. (2) 8, 97-158; auch sep. Paris: Gauthier-Villars. 64 S. \(4^{\circ}\) (1903).
Während d’Ocagne in seinem Traité de Nomographie (Paris 1899) von den einfachsten Spezialfällen ausgegangen ist und sogleich ihre praktische Anwendbarkeit gezeigt hat, will er in der vorliegenden Abhandlung das Problem der nomographischen Darstellung der Gleichungen zwischen mehreren Veränderlichen zuerst in seiner Allgemeinheit erörtern und erst aus der allgemeinen Lösung die speziellen für die Praxis des Rechnens geeigneten Methoden herleiten. “Aber”, sagt er als ich zu diesem Zweck die allgemeine Theorie im Kapitel VI des Traité durchsah, kam ich auf eine neue Unterscheidung der Fundamentaltypen von Nomogrammen. Die frühere Einteilung, welche auf der Zahl der vorkommenden Variablen und der Zahl der beweglichen Ebenen beruhte, in welchen die vorkommenden Elemente dargestellt waren, hat unzweifelhaft großes Interesse, aber sie führt zu einer unendlichen Anzahl verschiedener Typen. Sie ordnet außerdem Nomogramme in verschiedene Kategorien ein, die tatsächlich zu derselben Familie gehören, z. B. die kollinearen Rechentafeln, je nachdem die Punkte einer oder mehreren Koten entsprechen. Diese Bemerkung hat mich auf den Gedanken gebracht, alle mögliche Nomogramme unter ausschließlicher Berücksichtigung ihres Baues (structure) auf 20 kanonische Typen zurückzuführen und alle übrigen durch Kombination aus diesen herzuleiten.” Der Entwicklung der Nomographie unter diesen Gesichtspunkten ist die vorliegende Arbeit gewidmet, in welcher sich auch noch manche bisher nicht publizierte Bemerkungen finden.