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Über den wissenschaftlichen Nachlaß Julius Plückers. (German) JFM 35.0014.03
Der wissenschaftliche Nachlaß Plückers soll auf der Göttinger Universitätsbibliothek aufbewahrt werden. Mathematisches Interesse besitzt das Manuskript der aus dem Jahre 1826 stammenden Arbeit über mehrfach sich berührende Kegelschnitte, die Gergonne in seinen Annalen nicht in der eingesandten Form, sondern nach einer völligen Überarbeitung veröffentlicht hat. “Die Veröffentlichung dieser Arbeit liegt daher im historischen Interesse. Die Arbeit hat aber auch darüber hinaus eine besondere Bedeutung; denn in ihr tritt zum ersten Male die geometrische Deutung vielfacher Wurzeln, resp. eine organische Beziehung zwischen den Hauptsätzen der Algebra und der gegenseitigen Lage der ebenen Gebilde zutage; eine Beziehung, die Plücker als den echten Weiterführer der Ideen von Descartes erscheinen läßt und den Druck der Arbeit schon deswegen rechtfertigt.” Nach dieser in französischer Sprache abgefaßten Abhandlung auf S. 386-400 folgt dasjenige, was sich auf Plückers mechanische Ideen bezieht, genauer auf diejenigen, die er im Anschluß an die Liniengeometrie ausgebildet hat. Endlich findet noch eine Bemerkung über Plückers Untersuchung der Wellenfläche zweiachsiger Kristalle Platz. Durch diese Mitteilungen ist nach Ansicht von Schoenflies das erschöpft, was aus dem Nachlasse Plückers Anspruch auf wissenschaftliches Interesse hat.

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