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Sur les métaux du type visqueux. (French) JFM 36.0871.02

Die Arbeit bringt die theoretische Ausarbeitung der eben besprochenen Experimentaluntersuchung. An der Spitze steht die allgemeine obengenannte, von Bouasse präzisierte Einteilung der elastischen Formänderungen, wobei die Ausdrücke Härtung (écrouissage), Hysteresis, Nachwirkung genau definiert werden. Sodann wird für die “zähflüssigen” Metalle die Hypothese: “ Formänderungsgeschwindigkeit eine Funktion der Spannung auf die Querschnittseinheit” mit den Erfahrungskurven verglichen und annehmbare Übereinstimmung gefunden. Die Abweichungen werden durch eine Funktion der Desagregation korrigiert und auf die Änderung der zylindrischen Form des Drahtes zurückgeführt, wobei die Annahme einer Strukturänderung bei diesen weichzähen Metallen zurückgewiesen wird. Für sehr kleine Formänderungen wird dann die bis dahin vernachlässigte vollkommene Elastizität hinzugefügt und die Konsequenzen für die Formänderungskurven bei verschiedenen Annahmen über die Abhängigkeit zwischen Geschwindigkeit und Last gezogen.
Nachdem dann für die Torsion bei veränderlichem Drehungsmoment die charakteristischen Erscheinungen auseinandergesetzt sind, werden die Theorien von Coulomb, Stokes und Kelvin als unvereinbar mit den Tatsachen, die Theorie von Brillouin als qualitativ übereinstimmend mit den Eigenschaften der zähen Metalle nachgewiesen, während letzterer zur Untersuchung der “härtbaren” Metalle die Ansätze fehlten.
Auch für die freien Schwingungen der Metalle mit “flüssiger Reibung” werden Formeln und Versuchsanordnungen beschrieben. Für die Metalle mit “fester Reibung” wird die Nichtumkehrbarkeit der Vorgänge bei der Kaltbearbeitung (écrouissage) in der Form ausgesprochen, daß es nicht möglich sei, die durch Formänderungen gehärtete Struktur durch eine Reihe von Formänderungen allein wieder in den früheren Zustand zu bringen. Zum Schluß erfahren die Versuche von Wertheim und Tresca abfällige Beurteilung.

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Full Text: DOI Numdam EuDML