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Essai de cosmogonie tourbillonnaire. (French) JFM 39.1005.04

J. de l’Éc. Pol. (2) 12, 1-40 (1908).
Nach einer Einleitung, in welcher die Schwächen der gegenwärtigen kosmischen Theorien, insbesondere der Nebularhypothese aufgezeigt werden, nimmt der Verfasser die Wirbeltheorie des Cartesius freilich in gänzlich veränderter Form wieder auf. Er nimmt einen Wirbelfaden (im Sinne von v. Helmholtz an, der mit einer kosmischen Wolke zusammengestoßen sei und infolge hiervon eine seitliche Verdickung erhalten habe. Des weiteren sei dann aus dem so deformierten Wirbel unser Sonnensystem entstanden.
Unter Bezugnahme auf die neueren Theorien, welche die plötzlich aufflammenden Sterne in ähnlicher Weise erklären, auf Experimente von Weyher, welcher an künstlichen Tromben durch Dampf oder Rauchwolken ovale Erweiterungen hervorgebracht hat, und auf besondere Hypothesen leitet Verf. das Gesetz der Verteilung der Planeten und Monde ab, ferner das Gesetz der Neigungen der Äquatorebenen der Planeten gegen die Ekliptik, die Gesetze der direkten Umdrehungen der Sonne und der Planeten, untersucht dann die Bildung des Sonnenkörpers und den Ursprung der Kometen und spricht in einem Schlußwort die Überzeugung aus, daß nun doch Cartesius mit seiner Wirbeltheorie gegen Newton Recht gehabt habe, da alle kosmischen Tatsachen durch diese Theorie ihre natürliche Stelle erhalten.