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Über ein von F. Klein gestelltes Problem aus der Theorie der Bewegung eines starren Körpers. (German) JFM 42.0771.03

Diss. Königsberg i. Pr. 80 S. 8\(^\circ\) (1911).
Im Gegensatze zur Kreiseltheorie, bei welcher ein Punkt des starren Körpers festgehalten wird, erhält man eine neue, ebenfalls beschränkte Mechanik des starren Körpers, wenn man ihm die Bedingung auferlegt, daß eine Richtung, die mit ihm fest verbunden gedacht ist, stets erhalten bleibt und somit ein ebener, zu der Richtung senkrechter Querschnitt während der Dauer der Bewegung sich selbst parallel bleibt (der feste Punkt des Kreiselproblems liegt im Unendlichen). Das Problem ist daher so formuliert: “Auf einen starren Körper wirkt anfänglich ein beliebiges Kraftsystem derart ein, daß sich ein ebener Schnitt stets parallel bleibt. Es soll dann die Bewegung im ersten Augenblick studiert werden. Sodann soll die endliche Bewegung, die durch das anfängliche Kräftesystem hervorgebracht ist und weiterhin nur durch die Schwerkraft beeinflußt werden möge, mit analytischen und geometrischen Hülfsmitteln für alle Punkte des Körpers verfolgt werden.”
I. Die kinematischen und kinetischen Grundlagen der Mechanik eines starren Körpers für eine viergliedrige Gruppe und für drei Untergruppen von Bewegungen. II. Die Kinetik des Körpers unter Bezugnahme auf ein bewegliches Koordinatensystem. III. Durchführung der Integration für den schweren Körper.
Die Integration der Bewegungsgleichungen ist bei der allgemeinsten Lage des in Frage kommenden Impulses zum Erdmittelpunkt unter Berücksichtigung der Einwirkung der Schwerkraft gelungen.
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