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La mécanique statistique et l’irréversibilité. (French) JFM 44.0788.01
Die Betrachtungen des Verf. über die statistische Mechanik (nicht statische, wie im Titel und in den Überschriften der Seiten steht) gehen von folgender Überlegung aus die er schon in seiner Abhandlung “Sur les principes de la théorie cinétique des gaz” angedeutet hatte (F. d. M. 37, 944 (JFM 37.0944.*), 1906): Der exakte Zahlenwert einer beliebigen physikalischen Größe ist eine rein mathematische Abstraktion, der keine Wirklichkeit entspricht. Sicherlich sind unsere Messungen genau genug, um uns manche Zahlenverhältnisse mit einer gewissen Annäherung als bekannt zu liefern. Von der absoluten Genauigkeit, mit welcher der Mathematiker das Verhältnis der Diagonale zur Quadratseite definiert, werden wir aber stets entfernt bleiben. Nicht nur zum Messen, sondern auch einfach zum Definieren einer physikalischen Größe wird es notwendig, ergänzende und um so längere Erläuterungen zu geben, je präziser man in der Erreichung des Zieles sein will. Zu einer unbeschränkten Präzision bedürfte man unendlich langer Erläuterungen, d. h. solcher Erläuterungen, die niemals gegeben oder erfaßt werden können. Hieraus folgt, daß tiefe Abgründe liegen zwischen dem abstrakten Problem, das der Mathematiker behandelt, und dem konkreten Problem, das allein den Physiker interessieren kann.
Diese Gedanken werden an mehreren Beispielen erläutert; aus ihrer Verwandtschaft mit den Vorstellungen der kinetischen Gastheorie erhofft der Verf. auch eine klärende Wirkung der Schwierigkeiten, die bei der mechanischen Erklärung der irreversiblen Vorgänge entstanden sind.

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