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Contributions to the history of statistics. (English) JFM 58.0004.05
280 p. London, P. S. King & Son (1932).
Das Buch gibt zunächst einen Überbick über die Entstehung des Begriffes der Statistik und ihrer Gebiete, sodann eine ausführliche Darstellung der zahllosen bevölkerungsstatistischen Versuche und Ansätze im 17. 18. und 19. Jahrhundert in Europa (z. B. Graunt, Halley, Süßmilch usw.) (Kap. 1-9). In Kap. 10 wird kurz die Entwicklung der Wahrscheinlichkeitsrechnung und ihr Einfluß auf die Statistik dargestellt (Laplace). Die weiteren Kapitel (11, 13-16) sind in erster Linie der Organisation der statistichen Forschung (staatlichen Behörden, Gesellschaften, Internationalen Kongressen usw.) gewidmet. Das 12. und 17. Kap. stellt die theoretischen Problemstellungen der Statistic in der ersten Hälfte und im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts dar, das sind in erster Linie die Fragen der Stichprobentheorie und der Korrelationsrechnung.
Bücher über die Geschichte der Statistik sind außerordentlich selten, unter den neueren ist nur das Sammelwerk der amerikanischen Statistischen Gesellschaft, das 1918 erschienen ist, bekannt. Leider schließt Westergaard mit dem Jahre 1900 ab, er verspricht allerdings, die Geschichte der modernen Statistik später zu liefern. Immerhin enthält auch so das Buch sehr viel Quellenangaben, die zu manchen Untersuchungen anregen werden, und erleichtert so vor allem das Quellenstudium, das leider in der Statistik recht vernachlässigt wurde. Eine Nachprüfung der Einzelheiten war dem Ref. natürlich unmöglich; es sei z. B. auf die Mitteilung von Linder (Journal R. Statistical Soc. London 99 (1936), 138-141; JFM 62.0023.*) hingewiesen. (IV 16.)